facebook Graph Search

facebook graph search

Seit Anfang des Jahres ist’s angekündigt, jetzt rollt facebook die erweiterte Funktion Graph Search aus.

Eine Suche gab es zwar schon immer, sie wird nun aber intelligenter und findet semantische Zusammenhänge in den Nutzerprofilen. So kann man jetzt z.B. nach Leuten suchen, die gern Burger essen und im gleichen Viertel wohnen.
Ich hab für meine Diplomarbeit 2007 ein Konzept geschrieben für ein Social Network, in dem sich Kinobegeisterte über ihre Lieblingsfilme oder -schauspieler finden, und dann gemeinsam fürs Kino verabreden können. Jetzt, 6 Jahre später wäre es garantiert auf eine facebook-App hinausgelaufen, aber das Thema könnte immernoch interessant werden.

Man kann sich hier zum Betatest der Graph Search auf die Warteliste setzen lassen und da wird auch alles nochmal schön erklärt.

Ich finde die Funktion längst überfällig, um der Flut an Informationen Herr zu werden. Gerne mehr davon auch für die Desktop Search („Dokumente, die ich in der letzten Woche bearbeitet habe und in denen folgende Personen ebenfalls gearbeitet haben“)
Ja, es werden jetzt manche wieder „Privatsphäre! Achtung! Achtung! und Oh mein Gott!“ schreien, aber hey – je mehr / weniger man ins Netz stellt, desto mehr / weniger kann eine Suche wie Graph Search finden.
Also – it’s up to you!

Micro-Semantisches Trendsetting

micro-semantikSeit Micro-Tools wie Twitter so beliebt sind, zeichnen sich neue Ausdrucksformen ab, die ungeheuer praktisch sein können. Henning von Vogelsang, Autor von corebasis.com, hat die folgenden drei Beispiele auf seiner Liste:

1. @name
Das @-Zeichen oder auch liebevoll Klammeräffchen genannt, adressiert den Empfänger schon innerhalb des Ansprachetexts. Das ist mit Sicherheit durch das ansprechen mehrerer Menschen gleichzeitig entstanden, da man beim Emailen in der Regel auch im Verteiler nachschauen kann, wer angesprochen wird.

Nachdem aber der Trend zum BCC-Emailen entstanden ist (man kopiert alle Email-Adressen in die BCC-Zeile und schickt die  Email an sich selbst) ist das natürlich nicht mehr so leicht. Bei Facebook-Statusnachrichten oder Twitter-Feeds ist ja absolut nicht klar, wer das nun lesen wird. Daher eignet sich das @name-Verhalten prima, um jemanden gezielt anzusprechen. Ganz manchmal allerdings empfinde ich die Ansprache in einer Email mit @name im Fließtext als einen „digitalen Fingerzeig“, der ja im richtigen Leben auch nicht gerade charmant ist – vielleicht gibt’s ja dafür irgendwann mal eine Email-Nettiquette :-)

2. #tag
Das Hash-Tag wird gerne als Verschlagwortung oder auch Tagging verwendet und folgt damit dem Prinzip, das auch Apple’s Spotlight verwendet. Man vernetzt einen Begriff oder ein Thema mehrdimensional mit anderen Themen oder Schlagworten.

3. *source
Mir zwar noch ziemlich unbekannt, die Idee hat aber was. Man setzt ein Sternchen für die Quelle aus der eine Information stammt. Von Vogelsang begründet dieses Zeichen als eine Art der Weiterführung von „Geburt“, für das das Sternchen früher oft gebraucht wurde (Gegenteil wäre dann † für „Tod“).  Analog dazu funktioniert das Zeichen wirklich prima und ersetzt das seltsame (via) :-) ab heute nehme ich nun auch den Asterisk / das Sternchen

Ich selbst benutze diese auf den ersten Blick sehr „nerdy“ wirkenden Tagging-Mechanismen auch sehr gerne und finde, sie sind eine absolute Bereicherung für uns auf dem Weg zum heißersehnten semantischen Netz / Web3.0.

(via / * Zeldman )

See Conference – Visualisierung von Informationen

(Bild aus dem letzten Jahr: Marcos Wescamp von Marumushi, Tokyo)

Am 19. April ist es wieder soweit: die See Conference findet nun schon zum dritten Mal im wunderschönen Caligari Filmtheater in Wiesbaden statt. Schon im letzten Jahr hab ich davon berichtet und ich gehe nun wieder hin, mit freudiger Erwartung auf tolle Vorträge:

Mit dabei sind u.a.:
Ben Fry, Zachary Lieberman, Science Fiction-Autor Bruce Sterling und Frank van Ham

Gerade in Zeiten von Information Overload wird Datenvisualisierung immer wichtiger. Und da ich das Wochenende sowieso zu Hause genieße, warum nicht vorbei schauen! Eine Tageskarte kostet EUR 70 (Studenten 40), zur Zeit sind noch ca. 150 Plätze frei.

social networks – visualisiert

Das Thema hatten wir ja schon eins, zwei mal, aber dieses mal ist es ernst. Fidg’t‘ ist eine Freeware, mit der man sein Freundesnetzwerk anhand von Tags visualisiert bekommt. Das ganze geschieht über Download als Client auf dem Rechner. Leider gibt es momentan nur FlickR und Last.fm als Plattform-Vorgaben. Gesagt, getan, hab ich also gleich mal ausprobiert. Continue reading „social networks – visualisiert“

web 1.0, 2.0, 3.0, 4.0 etc…


Den Ausdruck „Web 2.0“ kann kaum jemand mehr hören. Vom „nächsten großen Ding: Web3.0“ spricht jetzt jeder. Sehnsüchtig erwartet wird das Semantic Web. Alles, was zu einem Thema relevant ist, ist untereinander vernetzt. Richtig intelligent also. Strikt abgrenzen lassen sich die „Web-Versionen“ aber nicht, oder? Wer blickt bei dem ganzen Durcheinander noch durch? Fubiz.net haben Licht ins Dunkle gebracht, mit dieser Web-Timeline.

Nach der Grafik wird das Web3.0 erst 2010 so richtig am Start sein. Aber wir sind ja mit Mashups, Twitter und dem Widget-Kram schon direkt auf der Zielgeraden oder? Also ich freu mich schon …

via Werbeblogger