Micro-Semantisches Trendsetting

micro-semantikSeit Micro-Tools wie Twitter so beliebt sind, zeichnen sich neue Ausdrucksformen ab, die ungeheuer praktisch sein können. Henning von Vogelsang, Autor von corebasis.com, hat die folgenden drei Beispiele auf seiner Liste:

1. @name
Das @-Zeichen oder auch liebevoll Klammeräffchen genannt, adressiert den Empfänger schon innerhalb des Ansprachetexts. Das ist mit Sicherheit durch das ansprechen mehrerer Menschen gleichzeitig entstanden, da man beim Emailen in der Regel auch im Verteiler nachschauen kann, wer angesprochen wird.

Nachdem aber der Trend zum BCC-Emailen entstanden ist (man kopiert alle Email-Adressen in die BCC-Zeile und schickt die  Email an sich selbst) ist das natürlich nicht mehr so leicht. Bei Facebook-Statusnachrichten oder Twitter-Feeds ist ja absolut nicht klar, wer das nun lesen wird. Daher eignet sich das @name-Verhalten prima, um jemanden gezielt anzusprechen. Ganz manchmal allerdings empfinde ich die Ansprache in einer Email mit @name im Fließtext als einen „digitalen Fingerzeig“, der ja im richtigen Leben auch nicht gerade charmant ist – vielleicht gibt’s ja dafür irgendwann mal eine Email-Nettiquette :-)

2. #tag
Das Hash-Tag wird gerne als Verschlagwortung oder auch Tagging verwendet und folgt damit dem Prinzip, das auch Apple’s Spotlight verwendet. Man vernetzt einen Begriff oder ein Thema mehrdimensional mit anderen Themen oder Schlagworten.

3. *source
Mir zwar noch ziemlich unbekannt, die Idee hat aber was. Man setzt ein Sternchen für die Quelle aus der eine Information stammt. Von Vogelsang begründet dieses Zeichen als eine Art der Weiterführung von „Geburt“, für das das Sternchen früher oft gebraucht wurde (Gegenteil wäre dann † für „Tod“).  Analog dazu funktioniert das Zeichen wirklich prima und ersetzt das seltsame (via) :-) ab heute nehme ich nun auch den Asterisk / das Sternchen

Ich selbst benutze diese auf den ersten Blick sehr „nerdy“ wirkenden Tagging-Mechanismen auch sehr gerne und finde, sie sind eine absolute Bereicherung für uns auf dem Weg zum heißersehnten semantischen Netz / Web3.0.

(via / * Zeldman )

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4 thoughts on “Micro-Semantisches Trendsetting

  1. Das mit dem Sternchen kannte ich bisher auch noch nicht. Danke für die Info.
    Wenn du dich aber für Twitter interessierst, kannst du ja mal in mein Blog schauen [Achtung – Eigenwerbung! ;-)] – ich interessier mich sehr für Twitter-Tools und werd regelmäßig (im Idealfall täglich) ein solches und andere Twitter-Spielereien posten.
    Liebe Grüße aus Wien,
    Kathiza

  2. @ Angi
    In 50 Jahren kann niemand mehr einen zusammenhängenden Satz artikulieren.

    Vielleicht sogar vorher, wenn ich mich in die SMS und Twitter Generation hinein versetze.

    Stell dir mal folgende Situation vor:
    @Vater
    Vielen Dank #Geschenk #iPod

  3. @Angela
    Ich benutze das Hash-Tag auch gerne als… hmm, „semantische Meta-Ebene“, nicht um etwas zu vertaggen. Beispiel:

    Und jetzt noch dem schwulen Bekannten aus Erlangen das „Roses“ in Kreuzberg zeigen. :-) #mit_pluesch_ausgeschlagene_bar

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