Context is King

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Sehr gute Präsentation von Iain Barker: „Context is Everything“ auf Slidehare. Schönes Wochenende!

UX Deliverables

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Peter Morville, Autor des Eisbärenbuchs und Bibel „Information Architecture for the World Wide Web„, hat schöne Überlegungen auf seinem Blog veröffentlicht. In seinem Artikel User Experience Deliverables schreibt er darüber, welche Arten der Visualisierung es überhaupt gibt und wie sie anzuwenden sind.

Im Prinzip geht’s nicht darum, mit Fachbegriffen um sich zu schmeißen, sondern, die richtige Visualisierung zu finden für ein bestimmtes Problem. Eine Dokumentation sozusagen, um sichtbare Ergebnisse festzuhalten oder Entscheidungsgrundlagen zu schaffen. Alle Methoden hat er in der hübschen „UX Treasure Map“ (bei Klick öffnet ein .pdf mit 255 KB) festgehalten. Sehr schön, alle Tools mal versammelt zu sehen.

Interface ist nicht einfach eine „Sache“

„Interface ist nicht eine Sache, sondern die Dimension, in der die Interaktion zwischen Körper, Werkzeug (Hard-, wie Software) und Handlungsziel gegliedert wird.“ (Gui Bonsiepe)

Klingt doch logisch, oder? Wobei man dann noch den Begriff Dimension näher verstehen sollte, Wikipedia beschreibt es so: „In einem Größensystem hat jede physikalische Größe eine Dimension. Die Dimension einer Größe drückt deren qualitative Eigenschaften aus.“

Je mehr ich darüber nachdenke, möchte ich eine Sendung mit der Maus-Variante draus machen:

„Das ist ein Interface. Der Begriff ist englisch und klingt komisch. Heißt aber so. Christoph bedient das Interface, indem er auf ihm herumdrückt und klickt. Das Interface versteht dann meistens gleich, was sich Christoph wünscht und gibt ihm schöne Dinge, wie zum Beispiel Bilder, Informationen oder Musik! Dann freut sich Christoph. Ein Interface ist zwar meistens nicht lebendig, aber es gibt bestimmte Interfaces, bei denen wir uns wirklich so vorkommen, als wäre es ein Freund. Das erklärt auch Papis Liebe zu seinem iPhone. Bei Robotern ist das genauso – die sind meistens lieb, haben ein Gesicht und sind unheimlich hilfsbereit – da fällt mir gleich Wall-e ein, oder Nummer 5 lebt oder R2D2 oder Rosie von den Jetsons…“

rob

Ich glaube, es ist gut, dass aus mir keine Sendung-mit-der-Maus-Redakteurin geworden ist :-)

gefunden auf Sabines Tumblr)

Warum werden wir das Papier nicht los?

paper

Warum benutzen wir eigentlich immernoch soviel Papier? Schuld ist mal wieder das Interface :-)

„The problem lies not in the digital media itself — how it’s processed or stored, or any other of its qualities. The problem lies in how we consume it and interact with it. The problem is the interface.“

Sehr lesenswerter Artikel von Usability Post.

Visuelles Denken

visual thinking

Besonders auf dem Screen sind ellenlange, unformatierte Textblöcke ganz furchtbar. Visualisierte Inhalte (auch Datenvisualisierungen) garantieren in den meisten Fällen einfach mehr Klarheit und den heißgeliebten Joy of Use :-), besonders bei kleiner Aufmerksamkeitskapazität. David Armanos neuester Vortrag will genau das ausdrücken: „Thinking Visually!“ Unbedingt ansehen – wirklich schön gemacht.

Besonders bei komplizierten Sachverhalten, einer Menge von Informationen oder nicht ganz klaren Strukturen, sind Methoden wie Card-Sorting immer eine große Hilfe. Armano empfiehlt, möglichst spät mit einer ordentlichen digitalen Umsetzung und möglichst viel Scribbeln auf dem Papier: See it – than do it! Vielleicht werden wir dann endlich mal die Bulletpoint-Powerpoint-Folien los… pfui…

Kleine Idee mit großer Wirkung

rettetopel
fruh

Gerade in unserer Region Rhein-Main gibt es sehr viele Menschen, die mit der Marke und dem Traditionsunternehmen Opel aufgewachsen sind, die sich verbunden fühlen, deren Familien seit Jahren für Opel arbeiten und entsprechend auch schon immer Opel fahren.

Diese Leute waren’s wohl auch, die das Webprojekt RettetOPEL.de zum Leben erweckt haben, um Ihre Solidarität zu Opel in dieser wirtschaftlich schweren Zeit zum Ausdruck zu bringen. Ich bin ziemlich gerührt, denn was man da online sieht, ist eine Bildergalerie, die so gar nix zu tun hat mit Marketing, Werbekampagne oder sonstigen verzweifelten möchtegern Web2.0-Projekten. Es ist einfach so entstanden, ohne neuste Technik, ohne teures Konzept, ohne das perfekte Layout – und es ist trotzdem so wunderschön geworden, so echt – und wirklich eine Freude, sich das anzusehen! Eine Bildergalerie von und für Opel-Überzeugte. Continue reading „Kleine Idee mit großer Wirkung“

Träumereien im Netz

dream

Eigentlich sind Träume nur Schäume, es sei denn man surft auf Dreamlines und träumt im Internet, in 800 x 600. Man gibt einfach Schlagwörter ein, die im Traum vorkommen sollen und schon geht’s los! Sehr spannendes Konzept – der Traum generiert sich aus der Google-Bildersuche und wird im Zufallsprinzip und in verfremdeter Form angezeigt. Das tolle ist: Albträume können ganz einfach weggeklickt werden!

„Dreamlines is a non-linear, interactive visual experience. The user enters one or more words that define the subject of a dream he would like to dream. The system looks in the Web for images related to those words, and takes them as input to generate an ambiguous painting, in perpetual change, where elements fuse into one another, in a process analogous to memory and free association.“ (Leonardo Solaas | 2005)

Danke an Holger für den Hinweis.