Wie lang dauertsn noch? Sind wir bald daahaa?

Statusleisten, Preloader oder Ladebalken – sie alle sollen ein Beruhigungsmittel für den ungeduldigen Nutzer sein, die ihm anzeigen, wie lange etwas noch dauert, bzw. was das System überhaupt gerade so macht, im Hintergrund. Die wohl bekannteste Darstellungsart dürfte das Windows-Fenster sein:

Was aber genau erwartet man eigentlich von einer Statusanzeige? In erster Linie erwarte ich natürlich die Information, wie lange es noch dauert, eine grafische Anzeige ist mir da meist lieber als irgendwelche Prozentzahlen. Sehr nett ist natürlich immer, die Option, den Vorgang abzubrechen (was Flash-Preloader meist nicht bieten, zur Verzweiflung des Nutzers). Mittlerweile hat sich der rundherum kringelnde „Kringel“ (?!), den Apple sehr häufig benutzt, auch in der Webwelt etabliert.

Auf der Plattform Wer-kennt-wen habe ich neulich eine neue Funktion entdeckt, mit der man seine Albumbilder als Poster drucken lassen kann (irgendeine der vielen Kooperationen, die auf der Plattform gerade eingeführt werden). Klickt man auf „jetzt Poster basteln“, wird unterhalb des Buttons eine Statusleiste eingeblendet, die mir zeigt, dass das System im Hintergrund gerade ordentlich was zu tun hat, nämlich Starten (Schritt 1) und Bilderliste erstellen (2). Im Prinzip ist es schon nett, zu verstehen, was technisch gerade passiert, aber ist das wirklich eine Information, die man BRAUCHT?

Manchmal finde ich es auch besonders angenehm, einfach nichts, außer dem Preloader zu sehen. Einen Moment lang „Wahrnehmungsurlaub“ machen, sozusagen. Denn eigentlich hat man in diesem Moment sowieso keine Augen für irgendetwas altes, das man schon gesehen hat, bevor man den Wartevorgang ausgelöst hat. Adidas hat das auf ihrem End-To-End-Project schön gelöst, indem sie den Preloader wirklich auf das Mindeste reduziert haben. Gelangt der Balken an’s untere Ende der Seite, ist der Ladevorgang abgeschlossen und die Seite öffnet sich:

iTunes und auch die gesamte Adobe Creative Suite, nutzen den Wartevorgang während der Installation, um Tipps & Tricks einzublenden, zum Abschwächen kognitiver Dissonanzen, sozusagen. Wer gerade einen Haufen Kohle für die Creative Suite ausgegeben hat, der soll gefälligst das Gefühl bekommen, er habe gerade etwas wirklich, wirklich Gutes getan. :-) Mit dieser Software-Sammlung könnte man glatt die Welt retten (manchmal fühlt man sich ja auch ein bisschen so… ).

Richtig unwirksam ist Werbung, die währenddessen wird. Zwar ist der User in diesem Moment sowieso unfähig, etwas zu tun, da er wartet, und man hätte zumindest seine Aufmerksamkeit während dieser Zeit. Trotzdem lenkt man ihn damit, von seinem Vorhaben ab, zu warten nämlich, bis das System ihm endlich gibt, was er möchte. Wird plötzlich Werbung eingeblendet, könnte er auf den Gedanken kommen, es sei etwas schief gelaufen und das gewünschte käme nicht mehr. Das wäre doch eine Tragödie, oder?

Alle, die schon immer nach einer guten Idee für einen Preloader gesucht haben, sollten dem Smashing Magazine einen Besuch abstatten. Hier gibt es eine tolle Auswahl an kreativ gestalteten Preloadern und Ladebalken:

… und wenn sie nicht gestorben sind, dann loaden sie noch heute :-)

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