Wasseralarm

( Plakat: „Water in Africa“ von Candy Chang, New York )

Ich bin ja bis jetzt eigentlich recht zufrieden mit meinem „Carbon Footprint“ (Umweltverschmutzungsrate / Verhalten zur Vermeidung der Klimakatastrophe). Wer seinen eigenen Carbon Footprint nicht kennt, kann sich hier mal informieren. Ich fahr ja wenig Auto und Dienstreisen hab ich fast immer mit der Bahn gemeistert. Das riesen Medieninteresse um den Klimaschutz finde ich auch damit nicht schlecht, als alter Ökohase.

Trotzdem hat der Fokus auf Strom und Abgase besonders die Ressource Wasser viel zu sehr in den Hintergrund gedrängt und das ist mir sehr bewusst geworden, als ich mich neulich durch die Präsentation „Thirst“ von Jeff Brenman (Apolloideas.com) geklickt habe.

Apolloideas ist spezialisiert in gutem Präsentationsdesign, was schon nach den ersten Seiten unschwer erkennbar ist. Diese Präsentation ist nicht nur eine Augenweide für Business-Bulletpoint-Powerpoint-Geschädigte wie mich – sondern hat auch noch Platz 1 beim World’s Best Presentation Contest 2008 abgeräumt.

Hier mal ein paar meiner Folien zur Vorschau – Fakten, die leicht im Kopf bleiben…

3 thoughts on “Wasseralarm

  1. surfguard

    Hmmm… Mir ist gerade aufgefallen, dass ich gar kein Gefäß habe, in dem ich das gesparte Wasser nach Afrika schicken kann. Ganz im Ernst: Mein Wasser kommt aus dem Rhein, und der hat keine Nachschubprobleme. Wenn ich kürzer dusche, nützt das Menschen in Regionen mit schlechter Wasserversorgung original gar nichts. Menschen in solchen Regionen benötigen Wasserpumpen, Wasseraufbereitungsanalagen oder -chemikalien und ggf. Wassersparmaßnahmen dort, wo es Wasser gibt, aber nicht (mehr) genug davon, wie z.B. in Südspanien.

    Wassermangel ist jedenfalls ein Problem, das aus offensichtlichen Gründen immer lokal gelöst werden muss. Deswegen finde ich die Gegenüberstellung von Dusche und Trinkwasserzugang polemisch.

    Trotzdem schöne Folien!

  2. angela

    Mhm. Es geht ja auch mehr um den Gedanken. Klar, dass man jetzt nicht jeden Tag 5 L Behälter abfüllen und die per Post nach Afrika schicken kann. Trotzdem war’s für mich mal sehr tellerranderweiternd, solche Zahlen zu sehen.

    Logo, die Welt wird nicht verbessert dadurch, aber so ein bisschen Demut ist ja nichts, was uns schadet oder?

    Vielen Dank für Deinen Kommentar – hab mich gefreut!

  3. Holger

    Das Problem sind nicht die 50 Liter Wasser die wir täglich zu viel verduschen, oder mit einer fehlenden Spartaste den Abfluss runter hauen. Das Problem sind beispielsweise die Erdbeeren/Tomaten, die importiert aus Spanien oder sonstwo, nicht nur ihre 500g Wasser an sich, sondern die hunderte Liter Verschwendung während der Produktion in einer Region die soweiso Wassermangel hat, fördert. Und somit sind sehr wohl _wir_ daran schuld. Globaisierung sei Dank! (Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass eine 70g Tomate durch 13 Liter Wasserverschwendung prduiziert wird, oder 1kg Erdbeeren benötigen 115 Liter Wasser)

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