kino: vollidiot

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Gestern waren wir im Kino um „Vollidiot“ zu sehen. Und ich finde, das solltet Ihr auch tun!
Klar, ist das Mainstream-Kino. Klar, nichts besonders anspruchsvolles. Aber erfrischend anders, für einen deutschen Film und perfekt geeignet für den Abschluss eines warmen Frühlingsabends.

Worum gehts – in einem Satz:
Simon (Olli Pocher) ist kurz vor 30, enttäuscht von der Liebe, kein Glück bei den Frauen und steht sich, bei allem, was er tut, selbst im Weg.

Enttäuschung nach dem Buch?
Nein. Klar, hat man viele Erwartungen, wenn man zuvor das Buch gelesen hat. Anfangs war ich schon enttäuscht, dass so viele Szenen weggefallen oder gekürzt worden sind. Im Nachhinein haben das die Kameraeinstellung und raffinierten Effekte während des Films wieder wett gemacht.

Beim Reinsetzen in den Kino-Sessel dachte ich noch:
Na, mal sehen. Nicht zuviel erwarten. Vielleicht wird’s ja ganz nett.

Beim Raushopsen aus dem Kino-Sessel dachte ich dann:
Jaaa! Jawoohl! Hat sich gelohnt. Echt jetzt. Das erleichterte Grinsen meiner Begleitung bestätigt mich. Gott sei dank, schließlich hab ich ihn echt lang zu diesem Film überreden müssen ;-)

Besetzung
Dass Olli Pocher einen Oskar für seine schauspielerische Leistung bekommt, ist unwahrscheinlich. Im Gegensatz zu Comedians wie Anke Engelke oder Christian Ulmen kann man hier nicht sagen „Och, Schauspielern kann er aber auch suuuper!“. Trotzdem hat er das beste draus gemacht und die Gags kamen aus seinem Munde super selbstverständlich und wie immer punktgenau!

Musik
Tag am Meer (Fanta4) für immer und immer ein Klassiker! Young Folks von Peter, Bjorn und John, wurde zwar von Nena für eine deutsche Version verhunst (kann nicht bitte jemand mal dafür sorgen, dass Nena aufhört zu Covern? Und wenn, dann bitte nur ihren eigenen Kram. Am besten sollte sie von jetzt an nur noch Klamotten entwerfen (eine Knut-Kollektion vielleicht)). Die restliche Mischung aus Songs von den Hush Puppies, Klee und the Strike Boys stimmt mich aber wieder versöhnlich.

Um sich einen kleinen Eindruck zu machen eignet sich die Film-Website ganz gut (wenn man von der schlechten Usability absieht. Aber da woll’n wir jetzt mal nicht so streng sein).

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4 thoughts on “kino: vollidiot

  1. Ich lache ja sehr viel und gerne und auch wirklich wegen jedem Mist. Aber diese verpocherte Verfilmung hat mir ganze zwei Grinser und einen leisen Lacher (Größenordnung: Mäusepups) entlockt…

    De Gusitdings non es disputandum (oder so) ;-)

  2. Hi. Danke für den Kommmentar. Ich weiß, Du bist da nicht der Einzige. Ich hör das schon die ganze Zeit.

    Das Schöne daran ist: Das zeigt, dass wir uns alle doch noch in gewissen Dingen unterscheiden. Wenn wir alle dasselbe finden und denken würden – wo kämen wir denn dahin? ;-)

    Was mich ja zu der Frage bringt: Gibt’s überhaupt so etwas wie einen „Filmgeschmack?“
    Hängt das nicht auch davon ab, wo, mit wem und in welcher Stimmung man den Film sieht? Ich glaub da werd ich mal drüber bloggen ;-)

  3. Das ist kein uninteressantes Thema. V.a. spielt es eine unglaubliche Rolle, wie die Stimmung „um einen herum“ ist. Geht das Publikum zu einem Film voll ab, hat man selbst auch automatisch ungleich mehr Spaß, als man ihn zu hause beim selben Film gehabt hätte. Das gilt v.a. für lustige Filme. Gemeinsam lacht es sich doch am besten.

    … übrigens ein interessantes Thema, was du in deiner Diplomarbeit bearbeiten darfst / musst. Über Kino zu schreiben ist sicherlich interessant und spassig =)

  4. SO, ich Nachzügler war jetzt endlich auch mal in dem Film. Und muss sagen – der Film wäre gut gewesen – wenn man das Buch nicht gelesen hätte. Denn im Vergleich zum Buch schneidet er schon schlecht ab – anstatt überflüssige Sachen hinzuzudichten (wie die Szenen mit der Ex-Freundin) hätte man lieber andere Passagen, die weggelassen wurden, noch mit aufnehmen sollen. Das Ende hat mir auch nicht gefallen – wo war die Eule und wer ist die Frau auf dem Parkplatz? ABER: Finde, die Schauspieler reißen viel raus. Allen voran Anke Engelke – unschlagbar gut wie immer. Und der gute Flik und Marcia sind genau, wie man sie sich im Buch vorstellt. Über Herrn Pocher lässt sich streiten – auf jeden Fall sehr lustig wie immer, aber mir kam da immer zuviel „Pocher“ durch – er ist nun mal Comedian und kein Schauspieler. Hätte mal lieber der geniale Herr Ulmen das gespielt. Trotzdem: Wer das Buch gelesen hat, bleibt enttäuscht – aber wer das nicht getan hat, darf sich auf einen vergnüglichen Film freuen ;)

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