Gary Hayes hat eine Flash-Applikation entwickelt (anschauen durch klicken)
Die ganze Welt quatscht, schenkt, retweetet, meckert, prolt, freut sich, spielt und downloaded quer durch’s Internet. Zahlen, Statistiken belegen schon lange: wir haben uns zur sich selbst veröffentlichenden Gesellschaft entwickelt. Gary Hayes hat mit seinem Social Media Counts eine Flashapplikation gebastelt, die diese Entwicklung in Echtzeit darstellt.
„Zwei Tage lang diskutieren rund 200 Besucher aus ganz Deutschland in Mainz am Rhein über Internet und Netzkultur.
Am ersten Adventswochenende (28. – 29. November 2009) diesen Jahres wird die Universität Mainz Anlaufpunkt für Internetexperten, Blogger, Software-Entwickler, Startup-Gründer und interessierte Laien. Ungewöhnlich ist die Form, in der die teilnehmenden Besucher des BarCamps über die genannten Themen diskutieren: Die Organisatoren stellen lediglich Termin und Räumlichkeiten zur Verfügung, um alles andere kümmern sich die Teilnehmer selbst. Mit dieser Art von Veranstaltung, auch „Un-Konferenz“ genannt, möchte man sich bewusst von kommerziell organisierten Konferenzen abgrenzen.“
Sehr schöne Überlegungen von Tara Hunt: Es ist natürlich nicht damit getan, sich einen Twitter-Account zuzulegen und einen Blog. Sondern es geht um mehr: um’s Zuhören, um’s verstehen und darum als Unternehmen „social“ zu sein… Sehr inspirierend und schön anzuschauen.
“If you work on something for five years, that’s more than 20 percent of your productive work life. Most people don’t think about that, but it’s the main thing I think about. I think about it all the time, much more than money. Because the only thing we can’t make more of is time.”
„Die Krankheit der Kultur des 20. Jahrhunderts ist die Unfähigkeit, irgend etwas als real zu empfinden. Die Leute hocken wie gebannt vor dem Fernseher, konsumieren Soap operas, Filme, Theater und Pop-Idole und lassen sich von Symbolen zu heftigen Gefühlsbewegungen hinreißen.
Doch in der Realität des eigenen Lebens sind sie emotional tot.“
Der "Wahl-Button" auf Wer-Kennt-Wen.de - Aufforderung zum Wählen bei der Bundestagswahl
Wer-kennt-wen.de, der kleine deutsche uneheliche Bruder von Facebook hat seine Feature-Palette mal wieder ganz schön erweitert. Neben einer kleinen „Twitter-Ähnlichen“-Startseite auf der man lesen kann, wer gerade was macht gibt es nun auch das Bundestagswahl-Widget, dass man sich mit einem Klick auf sein Profilbild kleben kann. Rein digital versteht sich.
Ich finde, das ist ein großer Schritt für das kleine Social Network, das anfangs große Probleme hatte überhaupt online verfügbar zu sein, bei der Riesenmenge an Usern. Ich habe das Gefühl, dass in letzter Zeit so gut wie gar nichts mehr passiert ist: es kennt nun jeder jeden – wenn auch kennen nicht gleichzeitig mögen bedeutet. So kann man sich höchstens Urlaubsbilder, das neue Baby oder den neuen Freund ansehen und stalken bei dem, was die anderen so treiben…
Mit dem wkw-Wahlbutton geschieht allerdings so eine Art Verantwortungsübernahme, mit der man den Usern nochmal vor Augen hält: hey es sind bald Wahlen und es ist wichtig, dass Du da hingehst. Dass sich das durch die Kettenreaktion in windeseile verbreitet, versteht sich von selbst – herzlich willkommen, das ist das Internet :-) Schade eigentlich, dass das Widget – wie auch das generelle Erscheinungsbild von wkw so unattraktiv ist… Könnte der User die Position oder Aussehen des Widgets beeinflussen, das wäre großes Tennis gewesen, dann hätten das bestimmt mehr! Aber ok, es ist auf alle Fälle ein super Anfang!
Wo wir beim Thema sind – diese Bundestagswahl-Webseiten, machen wirklich Spaß:
Der Wahl-O-Mat: Finde heraus, welche Partei am besten zu Deinen Ansichten passt
In seinem Beitrag Thank God for the Recession: 5 Trends that will reshape Marketing schreibt er über Innovation, darüber, dass wir mehr strategisch denken und uns selbst neu erfinden müssen – und automatisch auch mehr Verantwortung übernehmen, für das, was wir tun. In der Tat ist das etwas, das oft fehlt, in der Welt des *glitzer-pling-pling* digitalen Marketings. Der Beitrag ist jedenfalls in englisch, aber sehr erfrischend und absolut lesenswert.