User Experience ist ja als Begriff sehr dehnbar und vorallem – in ständigem Wandel. Daher finde ich Blogs zu diesem Thema oft wertvoller als Bücher, da aktueller und unter Berücksichtigung anderer Meinungen. Auf UX Booth habe ich diese Liste von englischsprachigen UX Blogs gesehen und möchte diese auch hier verlinken – 10 UX Blogs you should be reading:
Auf User Pathways habe ich gestern einen interessanten Beitrag über Wireframes gesehen. Das ganze ist ein bisschen aus dem Zentrum eines IAs geschrieben (natürlich) und daher für manche eher auf fachchinesisch, trotzdem mal ganz interessant:
1. Was ist ein Wireframe?
2. Warum benutzen wir sie?
3. Wann sollten sie benutzt werden?
4. Was sind die unterschiedlichen Typen?
5. Wie werden sie im Projekt angewendet?
6. Warum sind sie wichtig?
Während wir Blogs längst für tot erklären, Twitter für veraltet – immernoch wartend auf das nächste große Ding, wissen viele der „ganz normalen“ Menschen nichtmal, was ein Browser ist. Ist das schlimm? Nein, wieso auch! Es ist lustig :-)
Google hat Menschen auf dem New York Times Square gefragt: „Was ist ein Browser?“ Immerhin haben es 8% gewusst…
Der "Wahl-Button" auf Wer-Kennt-Wen.de - Aufforderung zum Wählen bei der Bundestagswahl
Wer-kennt-wen.de, der kleine deutsche uneheliche Bruder von Facebook hat seine Feature-Palette mal wieder ganz schön erweitert. Neben einer kleinen „Twitter-Ähnlichen“-Startseite auf der man lesen kann, wer gerade was macht gibt es nun auch das Bundestagswahl-Widget, dass man sich mit einem Klick auf sein Profilbild kleben kann. Rein digital versteht sich.
Ich finde, das ist ein großer Schritt für das kleine Social Network, das anfangs große Probleme hatte überhaupt online verfügbar zu sein, bei der Riesenmenge an Usern. Ich habe das Gefühl, dass in letzter Zeit so gut wie gar nichts mehr passiert ist: es kennt nun jeder jeden – wenn auch kennen nicht gleichzeitig mögen bedeutet. So kann man sich höchstens Urlaubsbilder, das neue Baby oder den neuen Freund ansehen und stalken bei dem, was die anderen so treiben…
Mit dem wkw-Wahlbutton geschieht allerdings so eine Art Verantwortungsübernahme, mit der man den Usern nochmal vor Augen hält: hey es sind bald Wahlen und es ist wichtig, dass Du da hingehst. Dass sich das durch die Kettenreaktion in windeseile verbreitet, versteht sich von selbst – herzlich willkommen, das ist das Internet :-) Schade eigentlich, dass das Widget – wie auch das generelle Erscheinungsbild von wkw so unattraktiv ist… Könnte der User die Position oder Aussehen des Widgets beeinflussen, das wäre großes Tennis gewesen, dann hätten das bestimmt mehr! Aber ok, es ist auf alle Fälle ein super Anfang!
Wo wir beim Thema sind – diese Bundestagswahl-Webseiten, machen wirklich Spaß:
Der Wahl-O-Mat: Finde heraus, welche Partei am besten zu Deinen Ansichten passt
Eine schöne Sammlung von furchtbar nervigen Dingen oder neudeutsch „NoGos“ – die man am liebsten aus dem Internet filtern möchte, findet man im Beitrag „The 65 Most Annoying things about the Web Today“. Da ist sooo viel wahres dran…
Es gab mal eine Zeit, da musste, alles, was sich irgendwie bewegt oder fröhlich animiert durch Webseiten springt, in Adobe Flash (oder ganz früher Macromedia Director) programmiert werden. Das hat immer einige Nachteile mit sich gezogen. Zum einen die lange Ladezeit, die so ein Filmchen braucht, bis es abgespielt werden kann. Zum anderen hatte nicht jeder einen Flash-Player im Browser, der zunächst umständlich runtergeladen werden musste. Manch ein Spezialist dachte sich dann – hey! lass uns doch die Seite komplett in Flash programmieren! Somit hatten Menschen, mit langsamer Internetanbindung oder sehr schlechten Augen (Blinde zum Beispiel), keine Chance, solche Seiten zu benutzen. Dazu kommen verschwommen gerenderte Schriften, umständliche Pflegeprozesse und vieles anderes…
Zum Glück ist seitdem ist ein bisschen Zeit vergangen, und durch Ajax (Javascript)-Entwicklungen gibt es immer mehr Schönes, das innerhalb des Seitencodes realisiert werden kann. Und weil’s so schön ist, hat das Dzineblog mal eine Liste der 30 kreativsten Javascript Scroller & Slider veröffentlicht. Zur Inspiration. Und in der Hoffnung, dass bald mehr Leute in der neuen Zeit leben.
Flash wird’s natürlich immer geben, für großformatige Videoerlebnisse zum Beispiel. Sieht man sich sowas hier an – muss man einfach ein Auge zudrücken :-)
Für alle Präsentationsgenies - der World's Best Presentation Contest
Jedes Jahr gibt es einen Wettbewerb, der allen Powerpoint-Schnarchnasen-Präsentationen mal zeigt, wie’s richtig geht: der „World’s Best Presentation Contest“. Ich hab hier schon mal auf die Gewinner 2008 aufmerksam gemacht – da waren wirklich tolle dabei. Auch in diesem Jahr gibt es Macbooks, iPhones und sonstigen Krempel zu gewinnen für Präsentationen aus folgenden 5 Kategorien:
Business
Education
Technology
Creative/Offbeat
About Me
Die Jury besteht u.a. aus keinen geringeren als David Armano (der König der Infovisualisierung / Logic+Emotion) und Guy Kawasaki (Autor des Entrepreneur Blog). Abgabeschluss ist der 8. September 2009. Man kann auch auf xing, facebook und linkedIn Stimmen sammeln. Ein Hoch auf die Vernetzung! ;-) Toi toi toi!
Die Toshiba Home Entertainment Idee - einmal fühlen wie Lord Helmchen.
Home Entertainment – seit jeher ein weit gefasstes Thema, will sich irgendwie nicht recht für eindeutige Richtungen entscheiden. Vielleicht ist das aber auch das Schicksal der häuslichen Unterhaltung: hat sich ein Dienst etabliert, steht direkt schon ein neuer vor der Tür. Besonders bei der „Verinternetzung“ hapert es an allen Ecken und Kanten – wo bleibt denn nun die schöne IPTV-Welt, von der alle träumen? Haben sich Fans nicht längst selbst etabliert, mit Mediaservern und Streaming direkt aus dem Netz? Teure IPTV-Systeme großer TelCo-Anbieter mit mächtigen Fernbedienungen und langsamer Reaktionszeit liegen jedenfalls immernoch bleischwer in den Regalen…
Toshiba hatte dafür schon im Jahr 2006 eine simple Erklärung: solange wir alle faul auf der Couch rumhängen wird das gar nichts! Wir müssen schon selbst die Initiative ergreifen, indem wir Teil des User Interfaces werden. Mit diesem schönen Helmchen zum Beispiel. Mit gerademal 3kg Gewicht ermöglicht es uns eine 360-Ansicht in 40cm Tiefe. Bestimmt auch eine gute Maßnahme zum Stoppen der Spielsucht – wer kann dieses „Helmchen“ denn länger tragen als 30 Minuten? Wir werden alle aussehen wie die Idioten – aber vielleicht ist es das ja wert – warten wir’s ab :-) (via uselog)